get in touch meets Mürwiker Werkstätten

14.01.2011 Ende 2010 entstand die Idee, die Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigung und jungen Leistungssportlern zusammenzuführen. Den ersten Kontakt stellten unmittelbar nach der Jahreswende Finn Jansen (Marketing & Kommunikation Mürwiker Werkstätten GmbH) und Tore Wächter (Leiter get in touch-Handball-Internat) her.

Einen gemeinsamen Nachmittag im SUMSUM verbrachten die get in touch-Handballer mit dem Fußball-Team der Mürwiker Werkstätten.

Das primäre Ziel der entstehenden Kooperation stellt für beide Initiatoren die Verzahnung der unterschiedlichen Lebenswelten sowie die Schaffung von Anerkennung und Respekt untereinander dar. Dabei war es den beiden Verantwortlichen wichtig, keine Aktionen zu planen und vorzugeben, sondern die jungen Handballer in alle Phasen des Projektes mit einzubinden. Bereits Mitte Januar besuchte eine get in touch-Handball-Internatsdelegation, bestehend aus Spielern verschiedener Altersstufen erstmals die Mürwiker Werkstätten. Finn Jansen führte die Spieler zunächst durch die Einrichtung und stellte die beiden Gruppen einander vor. Schnell war das Interesse an der Arbeit mit beeinträchtigen Menschen geweckt, deren Leistungsvermögen bleibenden Eindruck hinterließ.

Ein erster Interessensaustausch deckte unmittelbar die enge Verbundenheit aller Beteiligten zum Thema Sport auf. Aus diesem Grund fiel es nicht schwer, als erstes gemeinsames „Event“ ein Fußball-Turnier in der SUMSUM-Soccerhalle ins Auge zu fassen. Am vergangenen Mittwoch war es dann so weit. Das erste Match zwischen Mürwikern und get in touch’lern wurde durchgeführt. Nach einem zaghaften und vorsichtigen Abtasten merkten beide Seiten schnell, dass sie über gute Sportler verfügen. Die Mürwiker warteten mit Nationalspieler Dirk Radecki als Teilnehmer der Weltmeisterschaft für Menschen mit Beeinträchtigung 2010 in Südafrika auf, allerdings machten auch die Handball-Jungs keine schlechte Figur und bewiesen ihre Qualitäten auch im Umgang mit dem weitaus größeren Ball. Im späteren Verlauf des Nachmittags mischten sich die Teams und spielten ein Dreier-Turnier aus. Spätestens jetzt fielen die letzten Hemmungen und Berührungsängste. Es wurde sehr engagiert und fair gespielt. Das Ergebnis spielte am Ende natürlich keine Rolle. Auch abseits des Feldes entstanden interessante Gespräche, u.a. wurde intensiv die aktuelle Bundesliga-Saison diskutiert. Der Tenor am Ende des Nachmittags war eindeutig: „WIR SEHEN UNS WIEDER!“

Für alle Beteiligten stellte der Nachmittag eine tolle Erfahrung dar, so dass regelmäßige Events für die Zukunft fest anvisiert werden. Die get in touch-Handballer luden die Mürwiker spontan zu einem Handball-Spiel ein. Jan Torben Ehlers fasste stellvertretend für get in touch zusammen: „Das sind richtig coole Jungs und ich freue mich schon auf weitere gemeinsame Aktionen sowie den Gegenbesuch bei unserem nächsten Heimspiel!“

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